Teilentladungsprüfung (TE) bei Gießharztransformatoren nach IEC 60270
Dielektrische Abbauprozesse im Epoxidharz, Scheinladungsmessung in Pico-Coulomb (pC), Phasengeregelte TE-Muster (PRPD) und Abnahmegrenzwerte.
1. Physik der Teilentladungen
Teilentladungen (TE) führen durch fortwährende Mikrofunken zur Zersetzung des Epoxidharzes.
2. Grenzwerte nach IEC 60076-11
Bei einer Prüfspannung von 1,3 × Um / √(3) gilt als striktes Abnahmekriterium:
q ≤ 10 pC
3. PRPD-Fehlerdiagnose
- Hohlräume im Guss: Symmetrische Entladungen bei 45° und 225°.
- Oberflächenentladungen: Entladungen bei den Spannungs-Nulldurchgängen.
- Korona: Entladungen bei 270° an scharfen Metallkanten.
4. Feldprüfverfahren
Die Teilentladungs-Einsetzspannung (PDIV) muss mindestens das 1,3-fache der Nennspannung betragen.
*Referenz: IEC 60270:2000; IEC 60076-11:2018.*