Western Power rüstet 330-kV-GIS-Stationen auf und installiert regelbare 100-Mvar-Drosseln gegen Überspannungen

Um extreme Netzüberspannungen durch 3 GW private PV-Einspeisung an sonnigen Wochenenden zu beherrschen, hat Western Power in Westaustralien 330-kV-GIS-Schalt...

Western Power rüstet 330-kV-GIS-Stationen auf und installiert regelbare 100-Mvar-Drosseln gegen Überspannungen

Um extreme Netzüberspannungen durch 3 GW private PV-Einspeisung an sonnigen Wochenenden zu beherrschen, hat Western Power in Westaustralien 330-kV-GIS-Schaltanlagen modernisiert und vier regelbare 100-Mvar-Kompensationsdrosseln in Betrieb genommen.

Beherrschung extremer Spannungsanstiege bei minimaler Netzlast

Im isolierten Netz Westaustraliens (SWIS) sinkt die Nettolast mittags durch Dachanlagen regelmäßig auf unter 400 MW. Die schwach belasteten 330-kV-Leitungen wirken als Riesenkapazitäten und treiben die Netzspannung über zulässige Normwerte.

Western Power installierte vier neue regelbare 100-Mvar-Kompensationsdrosseln (VSR) für 330 kV mit Laststufenschalter, deren Blindleistungsaufnahme dynamisch zwischen 20 und 100 Mvar verstellt werden kann.

Kompakte 330-kV-GIS-Schaltanlagen im städtischen Umfeld

In den Umspannwerken Neerabup und Muja wurden alte Freiluftschaltfelder durch kompakte 330-kV-GIS-Anlagen ersetzt, was den Flächenbedarf um 70 % senkt und das Ausschaltvermögen auf 50 kA anhebt.

Automatisierte Spannungsregelungsalgorithmen greifen auf SCADA-Echtzeitdaten zu und passen die Drosselstufen an, um die Netzspannung im zulässigen Toleranzband von ±2 % zu halten.