National Grid und SSEN Transmission beschleunigen Bau der 2-GW-HGÜ-Verbindung Eastern Green Link 2

An den Konverterstandorten Peterhead (Schottland) und Drax (Yorkshire) haben die Gründungsarbeiten für Eastern Green Link 2 (EGL2) begonnen. Die 4,3 Milliard...

An den Konverterstandorten Peterhead (Schottland) und Drax (Yorkshire) haben die Gründungsarbeiten für Eastern Green Link 2 (EGL2) begonnen. Die 4,3 Milliarden Pfund teure Verbindung ist die längste Seekabelstrecke Großbritanniens und bindet 2 GW Windenergie über 525-kV-Stromrichtertransformatoren ein.

Großbritanniens größte Stromautobahn unter dem Meer

Als Gemeinschaftsprojekt von SSEN Transmission und National Grid unter dem ASTI-Regelwerk von Ofgem umfasst EGL2 eine Gesamtlänge von 505 km, davon 436 km Seekabel in der Nordsee. Die Kapazität von 2 GW reicht rechnerisch für zwei Millionen Haushalte.

In Peterhead und Drax laufen Tiefgründungsarbeiten für die Konverterhallen, die moderne Voltage-Sourced-Converter (VSC) und Filterkreise aufnehmen werden.

Robuste 525-kV-Stromrichtertransformatoren und Schwertransporte

Das elektrotechnische Herzstück bilden maßgefertigte 525-kV-HGÜ-Transformatoren, die für kombinierte AC- und DC-Feldbeanspruchungen ausgelegt sind. Vakuum-Laststufenschalter und kontinuierliche Online-DGA-Sensoren gewährleisten höchste Betriebssicherheit bei schwankender Windstromeinspeisung.

Für den Straßentransport der 320 Tonnen schweren Trafokessel von englischen Häfen zur Baustelle Drax kommen Schwerlast-Tragschnabelwagen und vorbereitete Brückenverstärkungen zum Einsatz.

Zentraler Meilenstein für das britische Clean Power 2030 Programm

EGL2 entschärft strukturelle Netzengpässe an der schottisch-englischen Grenze, die britische Verbraucher bislang Hunderte Millionen Pfund an Abregelungskosten für erneuerbare Energien kosteten.

Parallel zur Kabelfertigung bei Prysmian und Konverterfertigung bei Hitachi Energy startet die Verlegung des Unterwasserkabels 2027 mit geplanter Inbetriebnahme im Jahr 2029.