Spanien stockt Investitionsplan für das Übertragungsnetz bis 2030 auf über 17 Milliarden Euro auf

Die spanische Regierung und Red Eléctrica genehmigen einen überarbeiteten Netzentwicklungsplan über 17 Mrd. Euro für 6.706 km neue Höchstspannungsleitungen, ...

Spanien stockt Investitionsplan für das Übertragungsnetz bis 2030 auf über 17 Milliarden Euro auf

Die spanische Regierung und Red Eléctrica genehmigen einen überarbeiteten Netzentwicklungsplan über 17 Mrd. Euro für 6.706 km neue Höchstspannungsleitungen, 193 neue Umspannwerke und einen Kapazitätsmarkt für Batteriespeicher.

Rekordinvestition in Stromnetze: 6.706 km Neubaustrecken und 193 Umspannwerke

Die spanische Regierung hat den Netzentwicklungsplan für das nationale Übertragungsnetz bis 2030 auf mehr als 17 Milliarden Euro aufgestockt. Dies entspricht einer Steigerung um 30 % gegenüber dem ursprünglichen Entwurf und einem Zuwachs von 144 % gegenüber der vorangegangenen Planungsperiode.

Der Ausbau dient der Beseitigung akuter Engpässe im Höchstspannungsnetz, die durch den rasanten Zubau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen sowie massive Leistungsanfragen von KI-Rechenzentren und Industrieclustern entstanden sind.

Konkret beinhaltet der Plan den Neubau von 6.706 Kilometern Hoch- und Höchstspannungsleitungen, die thermische Verstärkung von 8.164 Kilometern bestehender Trassen durch moderne HTLS-Seile sowie die Errichtung von 193 neuen Umspannwerken.

Einführung eines technologieneutralen Kapazitätsmarktes

Flankierend führt Spanien einen wettbewerblichen Kapazitätsmarkt ein, um die Versorgungssicherheit bei fortschreitender Stilllegung thermischer Kraftwerke zu gewährleisten. Über technologieneutrale Auktionen wird die Bereitstellung gesicherter Leistung und Flexibilität vergütet.

Großbatteriespeicher (BESS) profitieren hierdurch von planbaren, langfristigen Erlösströmen und liefern gleichzeitig synthetische Momentanreserve und sekundenschnelle Frequenzstützung für das spanische Verbundnetz.