PJM ruft Höchsterzeugungs-Alarm aus: Ungewöhnliche September-Hitzewelle und 36 GW Wartungsstillstände belasten US-Stromnetz

Der größte US-Übertragungsnetzbetreiber PJM aktiviert Notfallprotokolle für Lastmanagement und erhält eine Notfallanordnung des US-Energieministeriums (DOE),...

PJM ruft Höchsterzeugungs-Alarm aus: Ungewöhnliche September-Hitzewelle und 36 GW Wartungsstillstände belasten US-Stromnetz

Der größte US-Übertragungsnetzbetreiber PJM aktiviert Notfallprotokolle für Lastmanagement und erhält eine Notfallanordnung des US-Energieministeriums (DOE), um Rechenzentren auf Notstrom umzuschalten und Emissionsgrenzen temporär auszusetzen.

Außergewöhnliche Spätsommerhitze trifft auf geplante Revisionsphasen

PJM Interconnection, Betreiber des Stromübertragungsnetzes in 13 US-Bundesstaaten, hat für den 17. September 2026 einen Höchsterzeugungs- und Lastmanagement-Alarm ausgerufen. Auslöser war eine extreme Spätsommer-Hitzewelle mit massiven Lastanstiegen.

Verschärft wurde die Situation dadurch, dass sich das Netz in der traditionellen Revisionsphase befand, in der rund 35.000 bis 36.000 MW Kraftwerks- und Übertragungskapazität für planmäßige Wartungsarbeiten abgeschaltet waren.

Lastmanagement-Notfall und Ausnahmegenehmigungen nach DOE Section 202(c)

Um Frequenzabweichungen und thermische Leitungsüberlastungen zu verhindern, forderte PJM alle Erzeuger und Netzbetreiber auf, Revisionsarbeiten zu verschieben und alle verfügbaren Blöcke am Netz zu halten.

Parallel erließ das US-Energieministerium eine Notverordnung gemäß Section 202(c) des Federal Power Act, die Kraftwerken die befristete Überschreitung von Emissionsgrenzwerten gestattete und Betreiber großer Rechenzentren anwies, während der Abendspitze auf Notstromaggregate umzuschalten.