KEPCO beschleunigt Bau der 500-kV-HGÜ-Konverterstationen Ostküste–Seoul für Halbleiter-Cluster

Die Korea Electric Power Corporation (KEPCO) forciert den Ausbau der 500-kV-HGÜ-Verbindung von der Ostküste nach Seoul. Die Trasse beliefert den Halbleiter-M...

KEPCO beschleunigt Bau der 500-kV-HGÜ-Konverterstationen Ostküste–Seoul für Halbleiter-Cluster

Die Korea Electric Power Corporation (KEPCO) forciert den Ausbau der 500-kV-HGÜ-Verbindung von der Ostküste nach Seoul. Die Trasse beliefert den Halbleiter-Megacluster Yongin mit bis zu 8 GW sauberer Grundlast über robuste Stromrichtertransformatoren und 90-°C-Hochtemperatur-Erdkabel.

Energieversorgung für das weltweit größte Halbleiterzentrum

Der Großraum Seoul verbraucht über 40 % des südkoreanischen Stroms und beherbergt die führenden Chiphersteller in Yongin und Pyeongtaek. Um den Abtransport von Kern- und erneuerbarer Energie von den Küstenregionen sicherzustellen, realisiert KEPCO das milliardenschwere 500-kV-HGÜ-Übertragungsprojekt.

Das Vorhaben gliedert sich in Phase 1 (Donghae–Sin Gapyeong) und Phase 2 (Donghae–Ost-Seoul) und kombiniert Freileitungen mit 85,5 km langen Abschnitten modernster 500-kV-VPE-Kabel.

Hochleistungs-Stromrichtertransformatoren für 500 kV

In den Konverterstationen installieren KEPCO, KAPES (Joint Venture mit GE Vernova) und LS Electric einphasige 500-kV-Stromrichtertransformatoren, die für die thermischen und dielektrischen Belastungen netzgeführter (LCC) und selbstgeführter (VSC) Stromrichter ausgelegt sind.

Spezielle Ölleit- und Barrieren-Isolationssysteme verhindern Teilentladungen und Kernsättigungen bei abrupten Lastsprüngen zwischen den 2-GW-Übertragungsblöcken.

Lokalisierung der HGÜ-Schlüsseltechnologien

Das Projekt treibt die technologische Unabhängigkeit Südkoreas voran: Führende Kabelhersteller wie LS Cable & System, Taihan Cable und Iljin fertigen die 500-kV-Kabeltrassen, während heimische Transformatorenwerke Durchführungen und Stufenschalter fertigen.

Die schrittweise Inbetriebnahme ab Ende 2026 schafft die operative Grundlage für die geplante 620 km lange Westküsten-Seekabelverbindung bis 2036.