FERC stoppt PJM-Notfallbeschaffung und ordnet Reform der 169-GW-Netzanschlusswarteschlange an

Die US-Regulierungsbehörde FERC hat den von PJM vorgeschlagenen Notfallmechanismus zur Kapazitätsbeschaffung bis Februar 2027 ausgesetzt und detaillierte Anh...

FERC stoppt PJM-Notfallbeschaffung und ordnet Reform der 169-GW-Netzanschlusswarteschlange an

Die US-Regulierungsbehörde FERC hat den von PJM vorgeschlagenen Notfallmechanismus zur Kapazitätsbeschaffung bis Februar 2027 ausgesetzt und detaillierte Anhörungen angeordnet, während PJM die Prüfung von 617 Projekten mit 169 GW nach dem First-Ready-Prinzip forciert.

Aufsichtsbehörde rügt Marktverzerrungen bei Notfallauktionen

Wegen Kraftwerksstilllegungen und rasantem Lastwachstum durch Rechenzentren wollte PJM kurzfristig bilaterale Kapazitätsverträge außerhalb der regulären Auktionen abschließen.

Die FERC setzte diesen Plan am 29. September für fünf Monate aus. Begründet wurde dies mit unklarer Kostenverteilung auf die Stromkunden und mangelndem Wettbewerb.

Neues Cluster-Verfahren für 169 GW erneuerbare Leistung

Zugleich bestätigte die Behörde PJMs Umstellung auf das Cluster-Verfahren gemäß FERC Order 2023. Am 28. September begann die Überprüfung von 617 Solar-, Wind- und Speicherprojekten mit insgesamt 169 GW.

Projektentwickler müssen nun verbindliche Flächenrechte und Trafo-Reservierungen nachweisen, um spekulative Anträge ohne Realisierungsabsicht auszufiltern.

Planungssicherheit für 765/500-kV-Transformatoren

Übertragungsnetzbetreiber wie Dominion und AEP erhalten dadurch klare Vorgaben für den Ausbau ihrer Umspannwerke und die langfristige Bestellung von Großtransformatoren mit langen Lieferzeiten.

Eine endgültige Entscheidung über den Notfallmechanismus soll bis Februar 2027 fallen.